Aussichten

Urlaub. Zum zweiten Mal am selben Ort. Ich erinnere mich an ein Gespräch in dem sich mein Gesprächspartner recht abfällig über einen gemeinsamen Kollegen äußerte, weil der mit seiner Familie immer im selben Land und auf dieselbe Weise Urlaub macht. Der Gesprächspartner gehört zu der Kategorie Mensch, die Urlaubsorte sammeln und auf einer Weltkarte dann abhaken. Kann man so machen. Urlaub als Statussymbol, als Sammlerstück, ein Hasten durch die Welt ohne sie wirklich kennen zu lernen. Es kommt allerdings drauf an was Urlaub sein soll. Ablenkung und Flucht vor sich selbst oder eine Chance, wieder zu sich selbst zu finden. Man muss nicht jahrelang an den selben Ort fahren. Aber Urlaubsorte sind Zufluchtsorte wenn der Alltag einen zu überrennen droht. Zufluchtsorte brauchen aber ein wenig Stabilität. Sie bleiben dadurch auch länger erhalten und im Gedächtnis – ohne Souveniers. Und manchmal, manchmal eröffnet diese Stabilitöt völlig neue Perspektiven. Man lernt die Welt nicht kennen wenn man durch sie hindurch hastet.

Ein Beispiel? Gerne. Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. (Oktober 2016)

Und hier der zweite Blick. Im Mai 2017.