Schul -NETZ – Plan

heisst das Ding. Schulnetzplan. Ich verstehe ja, dass Verwaltungssprech nicht immer logisch und nachvollziehbar ist – es handelt sich um nicht mehr und nicht weniger als eine Fachsprache, die, als solche ihrerseits immer ihre besonderen Eigenheiten haben. Denken wir mal zum Beispiel an eine von IT-Fachleuten formulierte Gebrauchsanweisung für ihre Erfindungen. Oder an Juristensprache (wobei die dem Verwaltungssprech dank zunehmenden Anteils an Juristen unter den Verwaltern immer näher kommt oder besser gesagt umgekehrt) oder oder oder. Jedem Fach seine Sprache. Manchmal braucht es dann auch Übersetzungen – vielleicht hilft ja auch der Verwaltungsslam. Aber so grundsätzliche Begriffe sollte eigentlich klar sein. Auch für Journalisten – die ja über das schreiben, was Verwaltung so tut. Oder auch nicht tut. (Und dann wird’s blöd wenn Begrifflichkeiten verquer und falsch verwendet werden) Also: Schulnetzplan. Nicht Schulentwicklungsplan. Als Kommune entwickeln wir (leider) keine Schulen. Sondern wir stellen die notwendigen Räume zur Verfügung. Nicht mehr – und nicht weniger. Quer über die Stadt verteilt. Ein Netz. Deshalb heisst das Schulnetzplan. Steht so auch im Schulgesetz. Im Sächsischen. Schule entwickeln wäre was ganz anderes. (Da tut sich auch das Land etwas schwer wie wir wissen, aber das ist ne andere Thematik, aber dennoch ist das Landesveranwortung).

Klingt das jetzt wie Krümelsuchen? Nun … mag sein. Aber man sucht ja auch gerne die Krümel im Rathaus.

Übrigens … das neue Schulgesetz hat schon so ein paar nette Nickeligkeiten. Die Kommunalpolitikern übrigens den Wahlkampf in einigen Punkten erleichtern. Mal sehen wers zu erst spitzkriegt.