Kurzer Einwurf

Warum eigentlich Social Media Manager? Nur weil es ein paar technische Plattformen gibt, die eine neue – zugegebenermaßen größere und indifferente (das gilt dank Algorithmen auch nur noch begrenzt) Teilöffentlichkeit  herstellt? (Um in der PR- Fachsprache zu bleiben). Genaugenommen ist das Unsinn.  Die Plattform, also die Medien, sind gar nicht das entscheidende, sondern viel mehr die Frage: wer ist „das Netz“. Im Grunde nämlich nichts anderes weitere soziale Teilsysteme, durch Kommunikation entstanden, anders gesagt virtuelle Realität und zwar nicht im Sinne eines Spiels, sondern es findet „im Netz“ echte Kommunikation statt mit meistens echten Menschen (ob man mit Bots kommunizieren, kann, ich schrieb dazu mal ein Essay. Genaugenommen ist es keine (vollständige) Kommunikation, aber ich glaube da würde mir jeder einen Vogel zeigen wenn ich diese Ansicht verträte). Und um Kommunikation geht es. Auch beim Social Media Manager. Der managt nämlich keine sozialen Medien. Sondern befasst sich mit Kommunikation. Manchmal geht es sehr schnell, einen neuen Beruf, eine neue Profession zu „erfinden“. Wäre es nicht sinnvoller, bestehende an veränderte Bedingungen anzupassen, zu erweitern? Wissen zu vernetzen?  Auch wenn man dabei manchmal Instititionen ankratzt. Und Denkmäler.

Kurz und gut, ich glaube es wäre sinnvoller, alle die, die mit Kommunikation professionell befasst sind, befassten sich auch mit dieser. Wie sich das Internet als soziales System auf die bestehenden auswirken wird ist ein interessantes und nicht unbrisantes Thema, daran ändert ein Social Media Manager nichts, aber vielleicht blieben wir von der einen oder anderen Auswirkung des Fehlschlusses verschont, Präsenz zu zeigen und inflationär zu twittern oder Posten sei schon Kommunikation. Mancheiner schlägt da jeden Bot in Sachen Präsenz. Aber da ist das Netz halt wie das echte Leben. Auch da gibt es viel Wind. Und Luftballons. Und gute PR und weniger gute PR. Oder Öffentlichkeitsarbeit.